Coronavirus - 
was Unternehmen jetzt wissen müssen

Die Verordnung des Bundesrates zu den Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus lässt Interpretationsspielraum. Bitte beachten Sie, dass in den nächsten Tagen weitere Anpassungen und Informationen folgen dürften.

Es geht jetzt darum die Ausbreitung des Virus zu bremsen. Für Unternehmen des Holzwerkstoffhandels und für HWS-Partner gelten folgende Empfehlungen:
 

Notkredite

Neu können Unternehmen bei der Bank "Covid19-Kredite" beantragen. Diese Art von Kredit wurde vom Bund, der Nationalbank, der Finanzmarktaufsicht und den Banken aufgrund der Coronakrise innerhalb von einer Woche geschaffen, um die Unternehmen bei Liquiditätsproblemen rasch und unkompliziert zu unterstützen. Unternehmen können bei ihrer Bank oder bei Postfinance Überbrückungskredite von höchstens 10% ihres Jahresumsatzes und bis max. 20 Millionen Franken beantragen.
 
Unterschieden werden zwei Formen von Covid19-Krediten:
 a) Covid19-Kredit:
- Kredite bis zu 500'000 Franken     
- Der Zinssatz beträgt 0%     
- Auszahlung durch die Bank innerhalb kurzer Frist     
- Diese Kredite sind vom Bund zu 100% gedeckt     
- Unternehmen haben für die Rückzahlung 5 bis 7 Jahre Zeit
 
b) Covid19-Kredit plus:   
- Kredite ab 500'000 bis 20 Mio. Franken     
- Der Zinssatz beträgt 0,5%     
- Diese Kredite sind vom Bund zu 85% gedeckt     
- Umfassendere Prüfung durch die Bank nötig

2. Wer hat Anrecht auf Covid19-Kredite? (Checkliste)
□ Einzelunternehmen, Personengesellschaften oder juristische Personen
□ Unternehmen mit Sitz in der Schweiz
□ Vor dem 1. März 2020 gegründet
□ Bei Einreichung des Kreditgesuchs nicht in Konkurs-/Nachlassverfahren oder in Liquidation
□ Durch die Covid-19-Pandemie beim Umsatz wirtschaftlich erheblich beeinträchtigt

3. Wer hat kein Anrecht auf Covid19-Kredite?
…wenn der Umsatzerlös der Firma im Jahr 2019 500 Millionen Franken überstiegen hat
…wenn der Kredit für neue Investitionen ins Anlagevermögen verwendet werden soll

4. Wie müssen Firmen vorgehen, um Kredit zu erhalten?
Der Kreditantrag ist ab sofort auf der Webseite https://covid19.easygov.swiss verfügbar sein. Dort finden sich auch weitergehende Informationen.
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Betrieb

  • Sie können Ihren Betrieb vorderhand weiterführen 
    Büro, Lager, Produktion, Werkstätten u.ä. dürfen offen bleiben, da sind in der Regel für Publikum/Dritte nicht frei zugänglich sind
  • Verkaufsläden und Showrooms sollen – sofern sie öffentlich zugänglich sind – geschlossen werden
  • Es wird geraten die persönlichen Kontakte auf das Nötigste zu minimieren
  • Beratungen sollten wenn möglich telefonisch stattfinden
  • Servicemitarbeiter und Aussendienstler sollen nur externe Termine wahrnehmen, wenn die Vorgaben des Bundesamtes für Gesundheit eingehalten werden können:

--> 2 Meter Abstand halten!

--> Mitarbeiter/Besucher müssen Händewaschen/desinfizieren können
--> Kein Hände schütteln
--> In Taschentuch oder Armbeuge husten und niesen
--> Bei Fieber und Husten zu Hause bleiben
 

  • Abholungen und Lieferungen bleiben möglich, wenn die Vorgaben des Bundesamtes für Gesundheit eingehalten werden können (siehe oben)
  • Bei Abholung: Die Ware könnte auf telefonische Bestellung für Abholer bereitgestellt werden. Kleinere Bestellungen könnten von den Kunden selbst verladen werden. Stapler können weiterhin eingesetzt werden


Personal

  • Besonders gefährdete Personen sollen ab sofort zu Hause bleiben und Menschenansammlungen meiden
  • Als besonders gefährdeten Personen gelten Personen ab 65 Jahren und Personen, die insbesondere folgende Erkrankungen aufweisen: Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Chronische Atemwegserkrankungen, Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen, Krebs
  • Besonders gefährdete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erledigen ihre arbeitsvertraglichen Pflichten von zu Hause aus. Ist dies nicht möglich, so werden sie vom Arbeitgeber unter Lohnfortzahlung beurlaubt
  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können ihrerseits ihre besondere Gefährdung durch eine persönliche Erklärung geltend machen. Der Arbeitgeber kann ein ärztliches Attest verlangen

  • Arbeitgebende müssen ihre Mitarbeitenden über persönliche und arbeitsplatzbezogene Schutzmassnahmen informieren
  • Persönliche Hygienemassnahmen, wie regelmässiges Händewaschen, müssen für alle möglich sein
  • Falls im Betrieb möglich, sollen Mitarbeitende gegenseitig Abstand halten können, beispielsweise durch räumliche Anpassungen, Telearbeit/Homeoffice, Office-Splitting (ein Teil der Mitarbeitenden arbeitet im Büro, einer an einem anderen Ort, zum Beispiel im Homeoffice) etc.
  • Arbeitgebende sollen ihre Mitarbeitenden darauf hinweisen, das Reisen zu Stosszeiten im ÖV ab sofort und bis auf weiteres möglichst zu vermeiden.

  • Die Stellenmeldepflicht (STMP) für Arbeitgeber ist vorübergehend aufgehoben

 

Kurzarbeit/Erwerbsausfall

Melden Sie Kurzarbeit an! Wer in finanzielle Schwierigkeiten kommt und/oder einen Umsatzeinbruch feststellt, sollte sich für Kurzarbeit anmelden. Informationen finden Sie hier: 

https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/seco/nsb-news.msg-id-78515.html

Falls Sie Fragen haben, melden Sie sich bitte.

 

Michael Widmer

holzwerkstoffe schweiz

dérivés du Bois Suisse

Geschäftsführer

 

Radgasse 3

8005 Zürich

Telefon: 043 366 66 21

www.hwsschweiz.ch

m.widmer@freiconnect.ch


 

 

 

 

Eidg. Büro für Konsumentenfragen

Verbesserungen bei der Holzdeklaration

Die Zahl der Unternehmen, die Holz und Holzprodukte deklarieren, wächst stetig. Dies zeigen die Kontrollen 2019 durch das Eidgenössische Büro für Konsumenten-fragen. Entdeckte Mängel wurden umgehend behoben.


Das BFK führte im vergangenen Jahr 130 Kontrollen durch, wie es in einer Medienorientierung mitteilt. Kontrolliert wurden kleine Unternehmen, noch nie überprüfte Filialen grosser Firmen, Unternehmen mit deklarationspflichtigen Holzprodukten im Nebensortiment, Versand- und Onlinehändler sowie neue Anbieter auf dem Markt. 


Korrekt oder mehrheitlich systembedingte Mängel
Das Resultat: knapp ein Drittel (rund 28%) der geprüften Unternehmen deklarierte korrekt. Bei einem weiteren, guten Drittel (rund 35%) der Unternehmen waren die kontrollierten Produkte mehrheitlich korrekt deklariert: Wobei bei 63 Prozent der bemängelten Produkte die Deklaration der Holzherkunft, bei drei Prozent die deklarierte Holzart und bei 21 Prozent sowohl die deklarierte Holzart als auch die Holzherkunft beanstandet werden mussten. Bei 13 Prozent der bemängelten Produkte zweifelte das BFK die deklarierte Holzart an oder bemängelte einzig die fehlende Zugänglichkeit zum wissenschaftlichen Namen der Holzart. Die meisten Unternehmen, die nur teilweise korrekt deklarierten, sind Grossunternehmen mit einer grösseren Anzahl deklarationspflichtiger Produkte im Hauptsortiment. Festgestellt wurden mehrheitlich systembedingte Mängel.

Unwissen da - Massnahmen ergriffen

Bei mehr als einem Drittel (rund 35%) der Unternehmen war kein kontrolliertes Produkt vollständig und korrekt deklariert. Es handelte sich hierbei hauptsächlich um kleine Unternehmen, die noch nie überprüft wurden und die sich ihrer Deklarationspflicht oft nicht bewusst waren. Die Mängel lagen meist in der fehlenden Deklaration der Holzherkunft.
Unternehmen, bei denen Mängel bei der Deklaration festgestellt worden sind, wurden aufgefordert, geeignete Massnahmen zu treffen. Ihnen wurden Fristen gesetzt, innerhalb derer sie die korrekte Umsetzung der Verordnung sicherstellen und belegen mussten. Die betroffenen Unternehmen kamen den Forderungen des BFK vollständig nach. Erfreulich ist, dass das BFK in keinem Fall die Berichtigung der Deklaration verfügen musste.

Die 2012 in Kraft gesetzte Verordnung über die Deklaration von Holz und Holzprodukten verlangt, dass Holzart und Holzherkunft bei der Abgabe von Holz und Holzprodukten an die Konsumenten deklariert werden müssen. Rund- sowie Rohholz und bestimmte Holzprodukte aus Massivholz sind der Deklarationspflicht unterstellt. Weitere Informationen zur Deklarationspflicht finden Sie auf:

https://www.konsum.admin.ch/bfk/de/home/holzdeklaration/holzdeklarationspflicht.html 

HWS in den Medien

In der Januarausgabe des Magazins holzBaumarktschweiz ist erstmals eine Doppelseite des HWS erschienen. Der Verband präsentiert sich von nun an in jeder Ausgabe auf zwei Seiten - mit Branchennews und mehr... schauen Sie rein:

Branchenkurs startet im März

19. und 20. März 2020 im Bildungszentrum SPV in Dagmersellen

Der Kurs bietet eine gute Gelegenheit, einen fundierten Überblick über die Holzbranche zu gewinnen und er vermittelt branchenspezifisches Wissen. Zielpublikum sind kaufmännisch Lernende im 2. Lehrjahr. Der Kursbesuch steht jedoch auch Quereinsteiger/innen offen, die sich diese Grundlagenkenntnisse ebenfalls aneignen möchten.

Kontaktieren Sie uns: info@hwsschweiz.ch

Brandschutz - 
bei Aussentüren


Ab dem 1. November 2019 gelten im Brandschutz für Aussentüren neue Vorschriften. Hersteller sind besonders von den Neuerungen betroffen. Falls Sie Fragen zur Thematik haben: kontaktieren Sie uns! 

HWS an der "Holz" Basel


Erstmals präsentierte sich der Verband Holzwerkstoffe Schweiz an der Messe Holz. Wir zeigten, welchen Mehrwert unsere Mitglieder bieten und präsentierten unseren Verband. 
An einem VR-Autosimulator wurde die ökonomische Fahrweise jedes Einzelnen auf die Probe gestellt - der Jugend hat es gefallen!

Neue Strategie und neues Leitbild

Der Verband Holzwerkstoffe Schweiz wurde 1933 gegründet. 
Dem HWS gehören aktuell über 70 Mitglieder an und er zählt 25 Partnermitglieder aus Lieferantenkreisen. Mit dem Wechsel in der Geschäftsführung hat der Vorstand die Strategie und das Leitbild des HWS leicht überarbeitet und präzisiert.


Strategie

 Mehrwert - Holzwerkstoffe Schweiz vertritt, wahrt und fördert die Interessen des Handels von Holzwerkstoffen sowie Rund- und Schnittholz gegenüber Abnehmern, Lieferanten, Partnerverbänden, Behörden, Medien und Institutionen mit dem Ziel den Markt durch den Handel zu stärken und den Mitgliedern und Partnern einen Mehrwert zu bieten. HWS erfüllt übergeordnete Aufgaben zum gemeinsamen Nutzen der Mitglieder und Partner.



Leitbild
Kooperativ - Holzwerkstoffe Schweiz fördert den Stellenwert seiner Mitglieder und Partner in der Wertschöpfungskette der Holzbranche sowie als bedeutender Akteur in der Wirtschaft. Der HWS sucht die Kooperation mit anderen Verbänden. Er berücksichtigt nationale und internationale Entwicklungen.


Relevant - Holzwerkstoffe Schweiz bringt sich ein bei relevanten Themen und wahrt dabei die Interessen der Mitglieder in wirtschaftlichen, handelspolitischen sowie gesetzgeberischen Fragen.


Offen - Holzwerkstoffe Schweiz bietet Plattformen für den fachlichen Austausch, sorgt für Aus- und Weiterbildung mit Qualität und informiert über Tätigkeiten, gesetzliche Vorgaben und aktuelle Entwicklungen.


Zeitgemäss - Holzwerkstoffe Schweiz agiert auf der Höhe der Zeit, antizipiert Veränderungen, welche die Branche betreffen.